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10.04.2018: Größte Akutgeriatrie in Dresden wird eingeweiht

Feierliche Einweihung der Akutgeriatrie im St. Joseph-Stift: (vrnl) Dr. med. Barbara Schubert (Chefärztin der Fachabteilung für Onkologie, Geriatrie und Palliativmedizin, Dr. Sven U. Langer (Geschäftsführer Elisabeth Vinzenz Verbund), Peter Pfeiffer (Geschäftsführer St. Joseph-Stift), Dr. med. Reinhard Goerl (Ärztlicher Direktor St. Joseph-Stift), Bischof Heinrich Timmerevers, Staatsministerin Barbara Klepsch (Sächsisches Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz), Andrea Hasselbach (Pflegedirektorin St. Joseph-Stift)

Das Krankenhaus St. Joseph-Stift hat heute das neu errichtet Haus West eingeweiht. Dort sind zukünftig zwei Stationen für Altersmedizin (Akutgeriatrie) untergebracht. Im modernen, dreigeschossigen Bau an der Westseite des Krankenhausgeländes an der Georg-Nerlich-Straße wird mit 54 Betten damit die größte Akutgeriatrie in Dresden für die spezialiserte Versorgung hochbetagter Patienten in Betrieb gehen. Mit diesem Ausbau des Zentrums für Altersmedizin am Krankenhaus St. Joseph-Stift hat die Klinik vor allem die spezialisierte Versorgung älterer Menschen im Blick und schafft rund 60 neue Arbeitsplätze.

"Gerade die Versorgung alter und dementer Patienten stellt im Zuge der demographischen Entwicklung eine immer größere Herausforderung dar. Der damit verbundenen Verantwortung stellen sich die christlichen Krankenhäuser in Deutschland seit vielen Jahren; passen ihre Strukturen und Prozesse darauf an, damit für Zuwendung und Kommunikation mit den Kranken weiterhin genügend Raum bleibt“, erklärt Geschäftsführer Peter Pfeiffer. „Mit der Inbetriebnahme des Haus West spezialisiert sich das St. Joseph-Stift zukunftsweisend als ein führendes Zentrum für Altersmedizin in der Region und leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, die Daseinsvorsorge für unsere ältesten Dresdner dauerhaft zu gewährleisten.“

Die Einweihung fand im Beisein von Staatsministerin Barbara Klepsch (SMS) und Bischof Heinrich Timmerevers statt, der das neue Gebäude und seine zukünftigen Nutzer weihte und damit unter den Segen Gottes stellte.

Ausbau des Zentrums für Altersmedizin hat demographische Entwicklung im Blick
Die Bevölkerung altert und stellt damit das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Jeder sechste Dresdner wird im Jahr 2025 über 70 Jahre alt sein. Besonders gravierend steigt dabei der Anteil hochbetagter Menschen älter als 80 Jahre mit plus 34 Prozent. Auf diesen in absehbarer Zukunft zunehmenden geriatrischen Versorgungsbedarf reagiert das Krankenhaus St. Joseph-Stift mit dem Ausbau des seit 2012 etablierten Schwerpunktes Altersmedizin.

Zunächst startet am 23. April die erste der beiden Stationen in der ersten Etage, die zweite folgt im September im zweiten Obergeschoss. Im 17,4 Millionen teuren Neubau, der mit 5,2 Millionen durch das Sächsische Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz gefördert wurde, sind moderne und hochfunktionelle Stations- und Therapiebereiche enstanden. Diese unterscheiden sich wesentlich von Normalstationen, weil sie sich an den Erfordernissen des Alters orientieren. Dazu gehören beispielsweise doppelt so große Patientenbäder und um 20 Prozent größere Patientenzimmer. Aber auch Therapiebereiche wie eine Trainingsküche oder ein Trainingsbad zählen dazu, die man sonst im Krankenhaus nicht findet. Ein spezieller 60m² großer Therapiebereich bietet vielfältige altersgerechte Therapieangebote. Dazu zählen zum Beispiel eine Therapietreppe und ein Therapiebarren zum Lauf- und Gehtraining, eine Sprossenwand sowie weitere Geräte für Kräftigungsübungen.

Medizin für das Alter braucht besondere Behandlungsstrategien
Das Behandlungskonzept der Akutgeriatrie ist deshalb speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen im höheren Lebensalter, in der Regel 70 Jahre und älter, abgestimmt. „Will man geriatrischen Patienten nachhaltig und sinnvoll helfen, reicht es nicht aus, allein die akute Erkrankung, die zur Krankenhauseinweisung geführt hat, zu behandeln“, erklärt Dr. med. Barbara Schubert, Chefärztin der Fachabteilung für Onkologie, Geriatrie und Palliativmedizin. „Vielmehr gilt es vorliegende Mehrfacherkrankungen und die vielfältigen Funktionseinschränkungen in den Bereichen Mobilität, Hören oder Sehen und Gedächtnis zu berücksichtigen.Ziel des akutgeriatrischen Behandlungskonzeptes ist es deshalb, neben der Akuttherapie so früh wie möglich für den Erhalt oder die Wiedererlangung der Selbstversorgungskompetenzen zu sorgen und damit eine Rückkehr in die eigene Häuslichkeit zu ermöglichen."

Für die Behandlung steht ein multiprofessionelles Team aus Altersmedizinern, Pflegenden, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Sozialarbeitern, Psychologen und Seelsorgern zur Verfügung und kümmert sich intensiv um die Patienten. Behandlungsauftrag, Ziel und Fortschritte jedes einzelnen Patienten werden einmal wöchentlich gemeinsam in Teambesprechungen beraten und festgelegt. Aufgrund der komplexen, medizinischen Situation und des höheren Hilfebedarfs von geriatrischen Patienten stehen mehr Pflegepersonal und mehr Therapeuten als auf Normalstationen zur Verfügung.

Alters- und demenzsensible Architektur und Ausstattung
Die Architektur und Ausstattung der neuen Station orientiert sich an dem höheren Unterstützungsbedarf von hochbetagten Menschen. So sind beispielsweise die Zimmer- und Badflächen wesentlich größer, als auf Normalstation. Aber auch sonst wurde versucht, so viel Hilfestellung wie möglich zu geben. Starke Farbkontraste zwischen Bett, Stuhl und Fußboden sollen das Sturzrisiko reduzieren, farbliche Markierungen, sollen bei der Orientierung im Zimmer und im Bad helfen ebenso wie eine spezielle Beleuchtung in Bodennähe für die Nacht. In jedem Zimmer befindet sich ein Therapiespiegel. Für die vermehrt sitzenden Patienten wurde speziell darauf geachtet, auf Station und in den Zimmern genügend Sitzflächen zu schaffen zum Beispiel mit Fenstersitzbänken oder Sitznischen im Gangbereich - Orte, die auch den sozialen Kontakt fördern sollen. Für isolationsbedürftige Patienten wurden insgesamt sechs Einzelzimmer mit vorgelagertem Schleusenbereich geschaffen.

Mehr Informationen zur Fachabteilung für Akutgeriatrie

 

 

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